Hallo, mein Name ist Sascha Hönisch und ich habe 2017-2021 an der FH-Schmalkalden Multimedia Marketing studiert.
Mein Weg in die Selbstständigkeit war alles andere als geradlinig.
Heute beschäftige ich mich mit Online-Business, digitalen Produkten und der Frage, wie man sich im Internet ein eigenes Einkommen aufbauen kann. Wenn man mich heute sieht, könnte man vielleicht denken, dass ich schon immer genau wusste, wo ich hinwill. Dass ich einen klaren Plan hatte und Schritt für Schritt mein eigenes Business aufgebaut habe.
Aber die Realität war deutlich komplizierter.
Ich habe zunächst Multimedia Marketing in Schmalkalden studiert. Das Studium hat mir viele wichtige Grundlagen vermittelt. Vor allem Professoren, wie Prof. Dr. Uwe Hettler oder Prof. Dr.rer.pol. Dr.rer.medic. Thomas Urban oder Prof. Dipl.-Graf. Joachim Dimanski konnten mir sehr viele Grundlagen vermitteln können. Ich beschäftigte mich mit Medien, digitalem Marketing, digitalen Inhalten und den Möglichkeiten, die das Internet bietet. Gerade der digitale Bereich hat mich schon damals besonders interessiert.
Das Internet war für mich nicht einfach nur ein Ort, an dem man konsumiert. Ich sah zunehmend die Möglichkeiten, selbst etwas aufzubauen. Webseiten zu erstellen, Inhalte zu produzieren, Menschen online zu erreichen und letztendlich auch eigene Produkte zu entwickeln und zu verkaufen.
Mit der Zeit wurde der Wunsch immer stärker, nicht nur für andere zu arbeiten, sondern selbst etwas Eigenes aufzubauen.
Irgendwann begann ich deshalb, mich intensiver mit digitalen Produkten zu beschäftigen. Online-Kurse, E-Books und andere digitale Inhalte faszinierten mich. Im Gegensatz zu vielen klassischen Geschäftsmodellen benötigt man für digitale Produkte beispielsweise kein großes Lager und muss nicht jedes einzelne Produkt physisch herstellen und verschicken.
Ich begann, mich immer intensiver mit Online-Marketing auseinanderzusetzen.
Wie funktioniert Werbung im Internet?
Wie erreicht man Menschen?
Wie verkauft man ein digitales Produkt?
Wie baut man eine Webseite oder einen sogenannten Funnel auf?
Und wie kann man sich langfristig ein eigenes Online-Business aufbauen?
Diese Fragen beschäftigten mich immer mehr.
Mit der Zeit wurde das Thema für mich so interessant, dass ich mich schließlich mit digitalen Produkten selbstständig machte. Dafür beendete ich mein Studium nicht. Das war keine Entscheidung, die ich leichtfertig getroffen habe. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass ich meinen eigenen Weg gehen wollte.
Ich wollte ausprobieren, ob ich mit dem, was ich mir selbst angeeignet hatte, tatsächlich ein eigenes Business aufbauen konnte.
Mein Weg bestand dabei nicht aus einem einzigen großen Erfolg. Es gab viele Versuche, verschiedene Ideen, Fehler und Phasen, in denen ich selbst nicht genau wusste, wie es weitergehen würde.
Das ist eine Seite der Selbstständigkeit, über die meiner Meinung nach nur selten gesprochen wird.
Online sieht man oft nur die Erfolgsgeschichten.
Menschen zeigen Umsätze, neue Projekte und scheinbar perfekte Ergebnisse. Was man häufig nicht sieht, sind die Zweifel, die Überforderung und die schwierigen persönlichen Phasen, die hinter einer solchen Entwicklung stehen können.
Auch bei mir gab es eine solche schwierige Phase - noch während meines Studiums an der FH Schmalkalden Multimedia Marketing.
Während dieser Zeit bekam ich eine Psychose.
Ausgelöst durch regionale Werbung, die ich machte, worauf alle meinen Namen kannten. Ich entwickelte plötzlich das Gefühl, etwas besonderes, etwas auserwähltes zu sein.
Für mich war das eine sehr einschneidende Erfahrung. Plötzlich war mein Leben, das ich bisher gekannt hatte, nicht mehr so wie vorher. Gedanken und Wahrnehmungen veränderten sich. Dinge, die für andere Menschen selbstverständlich erschienen, waren für mich in dieser Zeit nicht mehr selbstverständlich. Ich entwickelte zusätzlich starke Wahnvorstellungen (der unumstößliche Glaube an etwas) an einer tödlichen Schlafkrankheit sterben zu müssen. Zudem sah und roch ich Dinge, die andere nicht wahrnehmen konnten, wie zum Beispiel das Portal zum Teufel an der Wand.
Schließlich musste ich für drei Monate in eine psychiatrische Klinik nach Band Salzungen.
Eine Psychiatrie ist kein Ort, an den man freiwillig geht, wenn man gerade mitten im Leben steht und eigentlich andere Pläne hat. Für mich bedeutete dieser Aufenthalt, mein bisheriges Leben zunächst zu unterbrechen.
Meine beruflichen Pläne mussten warten.
Meine Projekte mussten warten.
Das Online-Business musste warten.
Drei Monate lang ging es nicht darum, ein digitales Produkt zu erstellen, eine Webseite aufzubauen oder Marketing zu betreiben. Es ging zunächst darum, wieder Stabilität zu bekommen und mit der Situation umzugehen - und vor allem von dem Glauben wegzukommen, tödlich erkrankt zu sein.
Diese Zeit hat mir deutlich gemacht, dass ein Mensch nicht nur aus seiner Arbeit, seinem Einkommen oder seinen beruflichen Zielen besteht.
Gerade im Online-Business wird häufig der Eindruck vermittelt, man müsse immer funktionieren. Man müsse jeden Tag produktiv sein, ständig neue Projekte starten und immer weiterarbeiten.
Aber es gibt im Leben Situationen, in denen andere Dinge wichtiger sind.
Für mich war die Zeit in der Psychiatrie eine große Unterbrechung meines bisherigen Weges. Gleichzeitig war sie aber auch ein Teil meiner Geschichte, den ich nicht einfach ausblenden kann.
Nach den drei Monaten musste ich mein Leben Schritt für Schritt wieder aufbauen.
Das ging natürlich nicht von einem Tag auf den anderen.
Es ist eine Sache, ein Online-Business aufzubauen, wenn man voller Energie ist und sich auf seine Ziele konzentrieren kann. Es ist eine andere Sache, nach einer psychischen Krise wieder in den Alltag zurückzufinden.
Ich musste wieder Vertrauen in mich selbst entwickeln.
Ich musste lernen, mit dem Erlebten umzugehen.
Und ich musste meinen eigenen Weg neu finden.
Dabei habe ich auch gelernt, dass persönliche Krisen nicht automatisch bedeuten, dass alle eigenen Ziele für immer vorbei sind.
Eine psychische Erkrankung kann einen Menschen für eine gewisse Zeit aus dem Leben werfen. Sie kann Pläne unterbrechen und vieles schwieriger machen. Aber eine Unterbrechung bedeutet nicht zwangsläufig, dass die gesamte Geschichte zu Ende ist.
Ich habe meinen Weg weitergeführt.
Meine Erfahrungen mit dem Online-Business und digitalen Produkten blieben ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich hatte bereits viel über Marketing, Verkaufsseiten, digitale Produkte und die Möglichkeiten des Internets gelernt.
Mit der Zeit konnte ich wieder stärker in diese Themen einsteigen.
Dabei sehe ich heute vieles differenzierter als früher.
Ich weiß, dass Online-Business grundsätzlich große Möglichkeiten bieten kann. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass es nicht so einfach ist, wie es in vielen Werbeanzeigen dargestellt wird.
Es gibt keine magische Methode, mit der jeder automatisch reich wird.
Es gibt keine Garantie, dass ein Online-Kurs sofort zu hohen Einnahmen führt.
Und auch ein digitales Produkt verkauft sich nicht automatisch, nur weil man es erstellt hat.
Man braucht Wissen, Marketing, Ausdauer und die Bereitschaft, Fehler zu machen und daraus zu lernen.
Aber man braucht auch ein realistisches Verständnis für die eigenen Grenzen.
Gerade meine eigene Geschichte hat mir gezeigt, dass beruflicher Erfolg nicht alles ist.
Ich habe erlebt, wie schnell sich das Leben verändern kann. Noch während man sich mit beruflichen Zielen und dem Aufbau eines eigenen Business beschäftigt, kann eine psychische Krise plötzlich alles in den Hintergrund rücken.
Deshalb möchte ich meine Geschichte heute ehrlich erzählen.
Ich habe Multimedia Marketing in Schmalkalden studiert.
Ich habe mein Studium nicht beendet und mich stattdessen mit digitalen Produkten selbstständig gemacht.
Ich habe mich intensiv mit Online-Marketing und dem Aufbau eines eigenen Business beschäftigt.
Und ich habe zwischenzeitlich eine Psychose bekommen und musste drei Monate in einer psychiatrischen Klinik verbringen.
Das alles gehört zu meiner Geschichte.
Ich glaube nicht, dass man seine Vergangenheit verstecken muss, um erfolgreich sein zu können. Im Gegenteil: Die schwierigen Erfahrungen gehören genauso zum eigenen Weg wie die Erfolge.
Meine Geschichte ist deshalb keine klassische Erfolgsgeschichte nach dem Motto: „Ich hatte eine Idee und wurde sofort erfolgreich.“
Es war ein deutlich komplizierterer Weg.
Ein Weg mit beruflichen Entscheidungen, Chancen, Rückschlägen und einer sehr schwierigen psychischen Krise.
Aber genau das macht meine Geschichte für mich persönlich authentisch.
Denn das Leben verläuft selten so geradlinig, wie es in Erfolgsgeschichten im Internet dargestellt wird.
Manchmal beginnt man ein Studium und beendet es nicht.
Manchmal entscheidet man sich für die Selbstständigkeit.
Manchmal entwickelt man sich beruflich weiter.
Und manchmal wird man durch eine schwere Krise gezwungen, innezuhalten.
Wichtig ist meiner Meinung nach nicht, dass im Leben niemals etwas schiefgeht.
Wichtig ist, wie man mit den verschiedenen Phasen umgeht und ob man irgendwann wieder versucht, seinen eigenen Weg weiterzugehen.
Ich habe meinen Weg nach dieser schwierigen Zeit weitergeführt.
Heute beschäftige ich mich weiterhin mit digitalen Produkten, Online-Marketing und den Möglichkeiten, die das Internet Menschen bietet, sich selbstständig etwas aufzubauen.
Dabei weiß ich aber auch: Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte, die man von außen nicht immer sieht.
Und manchmal gehört zu dieser Geschichte eben nicht nur der berufliche Erfolg, sondern auch eine Zeit in der Psychiatrie und unfassbar schlimme und grausame Ängste, bald nicht mehr zu leben.
Beides kann gleichzeitig wahr sein.
Man kann eine psychische Krise erlebt haben und trotzdem eigene Ziele verfolgen.
Man kann eine schwere Zeit hinter sich haben und trotzdem wieder etwas Neues aufbauen.
Und man kann seinen eigenen Weg gehen, auch wenn dieser Weg anders verläuft als ursprünglich geplant.
Mein Weg war nicht perfekt.
Aber er war meiner.
Heute verdiene ich durch digitale Produkte Geld und studiere nebenbei mein Traum-Studium Psychologie. Warum gerade Psychologie? Weil ich mich immer für Menschen interessiert habe, warum sie handeln und denken, wie sie denken, wie man ihnen helfen kann und natürlich auch, warum sie Produkte kaufen.
Multimedia Marketing an der Hochschule Schmalkalden kann ich nur jedem empfehlen, der sich wirklich für Marketing interessiert. Wer jedoch selbstständig im Marketing werden möchte, sollte sich nebenbei im Bereich digitales Marketing mit digitalen Produkten weiterbilden - es lohnt sich.