Immer wieder tauchen im Internet neue Super-Systeme auf, die hohe Einnahmen mit möglichst wenig Aufwand versprechen. Eines dieser Angebote ist der KI Affiliate Code von Eugen Grinschuk auch bekannt durch den Incomebutler. Auf der Verkaufsseite wird unter anderem damit geworben:
„Erfahre, wie das brandneue KI Affiliate Code auch Anfängern über 200–500 Euro am Tag einbringt, auf Autopilot, ohne sich zu zeigen, ohne Technik und dafür sind nur 5 Schritte notwendig.“
Doch wie realistisch sind solche Aussagen? In diesem Beitrag werfen wir einen kritischen Blick auf die Werbeversprechen und erklären, worauf Interessenten achten sollten.
Die Werbung richtet sich vor allem an Menschen, die sich ein zusätzliches Einkommen oder sogar finanzielle Unabhängigkeit im Internet wünschen. Besonders hervorgehoben werden dabei mehrere Aussagen:
200 bis 500 Euro Einnahmen pro Tag
auch für Anfänger geeignet
auf Autopilot
ohne sich selbst zeigen zu müssen
ohne technische Kenntnisse
Umsetzung in lediglich fünf Schritten
Gerade diese Kombination klingt für viele Interessenten äußerst attraktiv. Dennoch lohnt es sich, die Aussagen genauer zu betrachten.
Ein Einkommen von 200 bis 500 Euro pro Tag entspricht je nach Höhe zwischen rund 6.000 und 15.000 Euro pro Monat. Solche Einnahmen sind im Online-Business grundsätzlich möglich, allerdings normalerweise erst nach einer längeren Aufbauphase und nicht automatisch.
Ob Affiliate-Marketing, E-Commerce, digitale Produkte oder andere Geschäftsmodelle – nachhaltiger Erfolg hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
Erfahrung
Marketingkenntnisse
Wettbewerb
Zielgruppe
Zeitaufwand
Werbebudget
Qualität des Angebots
Eine allgemeine Aussage, dass Anfänger diese Beträge erzielen können, bedeutet nicht automatisch, dass dies für die Mehrheit der Teilnehmer realistisch ist. Ohne nachvollziehbare Durchschnittswerte oder unabhängige Nachweise sollten solche Einkommensangaben daher kritisch bewertet werden.
Der Begriff „Autopilot“ gehört zu den beliebtesten Werbeformulierungen im Online-Marketing.
Tatsächlich lassen sich viele Prozesse automatisieren, beispielsweise:
E-Mail-Marketing
Bestellabwicklung
digitale Produktauslieferung
Terminbuchungen
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Online-Business dauerhaft ohne Arbeit funktioniert. Werbung muss regelmäßig optimiert werden, Kunden müssen angeheuert und betreut werden und auch Produkte oder Verkaufsseiten benötigen häufig Anpassungen.
Der Begriff „Autopilot“ beschreibt daher eher einen hohen Automatisierungsgrad als ein vollständig passives Einkommen.
Viele moderne Tools vereinfachen technische Aufgaben erheblich. Trotzdem kommt niemand vollständig ohne Technik aus.
Bereits für die Einrichtung eines Online-Geschäfts werden häufig benötigt:
Benutzerkonten
Zahlungsanbieter
E-Mail-Systeme
Landingpages
Marketingplattformen
Auch wenn viele Prozesse heute einfacher geworden sind, bleibt ein gewisses technisches Grundverständnis erforderlich.
Viele Verkaufsseiten strukturieren komplexe Geschäftsmodelle in wenige leicht verständliche Schritte.
Das kann hilfreich sein, um einen Überblick zu vermitteln. Gleichzeitig entsteht dadurch häufig der Eindruck, der Weg zum Erfolg sei besonders einfach.
In der Praxis besteht der Aufbau eines erfolgreichen Online-Businesses jedoch meist aus deutlich mehr Aufgaben als nur fünf Schritten. Lernen, Testen und kontinuierliche Optimierung gehören fast immer dazu.
Allein anhand der Werbeaussagen lässt sich nicht beurteilen, ob der KI Affiliate Code von Eugen Grinschuk seriös ist. Die verwendeten Formulierungen entsprechen jedoch typischen Marketingelementen vieler Online-Coachings und Geldverdienen-Systeme.
Vor einer Kaufentscheidung sollten Interessenten deshalb prüfen:
Wird das Geschäftsmodell transparent erklärt?
Werden Einkommensangaben nachvollziehbar belegt?
Werden auch Risiken und notwendiger Arbeitsaufwand erwähnt?
Gibt es unabhängige Erfahrungsberichte?
Sind Kosten und Vertragsbedingungen klar ersichtlich?
Je transparenter ein Anbieter diese Fragen beantwortet, desto besser lässt sich das Angebot einschätzen. Mehr dazu im Blogbeitrag "Digistore24 Betrugsmasche".
Der Verkauf digitaler Produkte gehört zu den beliebtesten Möglichkeiten, um sich im Internet ein zusätzliches oder sogar hauptberufliches Einkommen aufzubauen. Das sagt auch Eugen Grinschuk in Incomebutler und im KI Affiliate Code.aus Erfahrungen. E-Books, Online-Kurse, Vorlagen oder Software können nach der einmaligen Erstellung beliebig oft verkauft werden, ohne dass jedes Mal neue Produktionskosten entstehen.
Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt, wie ein monatlicher Umsatz von 4.000 Euro entstehen kann.
Angenommen, dein digitales Produkt kostet 100 Euro.
Um einen Umsatz von 4.000 Euro pro Monat zu erzielen, benötigst du:
Preis pro Produkt: 100 Euro
Benötigte Verkäufe pro Monat: 40
Durchschnittlich pro Tag: etwa 1 bis 2 Verkäufe
Die Rechnung lautet:
40 Verkäufe × 100 Euro = 4.000 Euro Monatsumsatz
Dabei handelt es sich zunächst um den Umsatz, nicht automatisch um den Gewinn. Je nach Zahlungsanbieter, Werbekosten, Steuern oder Provisionen können noch Ausgaben anfallen.
Der entscheidende Erfolgsfaktor ist nicht das Produkt allein, sondern die Fähigkeit, regelmäßig Interessenten zu gewinnen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Blogartikel
YouTube-Videos
Social Media wie TikTok, Instagram oder Facebook
E-Mail-Marketing
Bezahlte Werbung
Kooperationen mit Affiliates oder Partnern
Je mehr qualifizierte Besucher auf deine Verkaufsseite gelangen, desto höher ist die Chance auf regelmäßige Verkäufe.
Angenommen, deine Verkaufsseite erreicht eine Conversion-Rate von 2 %. Das bedeutet, dass von 100 Besuchern durchschnittlich zwei Personen kaufen.
Um 40 Verkäufe zu erzielen, benötigst du ungefähr 2.000 Besucher im Monat.
Die Rechnung:
2.000 Besucher
2 % Conversion-Rate
40 Verkäufe
4.000 Euro Monatsumsatz
Verbessert sich die Conversion-Rate oder steigt der Besucherstraffic, kann der Umsatz entsprechend wachsen.
Digitale Produkte bieten einige Besonderheiten gegenüber physischen Waren:
keine Lagerhaltung
kein Versand
automatische Auslieferung möglich
weltweit verkaufbar
beliebig oft reproduzierbar
Dadurch können sich die laufenden Kosten pro zusätzlichem Verkauf vergleichsweise gering halten.
Auch wenn das Rechenbeispiel einfach aussieht, entstehen 40 Verkäufe pro Monat in der Regel nicht automatisch. Die Entwicklung eines guten Produkts, der Aufbau von Reichweite und das Vertrauen potenzieller Kunden benötigen Zeit. Viele Anbieter testen ihre Verkaufsseiten, verbessern ihre Inhalte und optimieren ihr Marketing kontinuierlich.
Mit einem digitalen Produkt für 100 Euro kann ein Monatsumsatz von 4.000 Euro erreicht werden, wenn etwa 40 Verkäufe pro Monat erzielt werden. Ob dieses Ziel erreicht wird, hängt jedoch von vielen Faktoren ab – insbesondere von der Qualität des Angebots, der Nachfrage und der Fähigkeit, regelmäßig interessierte Besucher auf die Verkaufsseite zu bringen. Das Rechenbeispiel zeigt, dass ein solcher Umsatz grundsätzlich möglich ist, stellt jedoch keine Garantie für den tatsächlichen Erfolg dar.
Der KI Affiliate Code von Eugen Grinschuk wirbt mit Aussagen wie „200–500 Euro pro Tag“, „auf Autopilot“, „ohne Technik“ und „auch für Anfänger“. Solche Formulierungen können Aufmerksamkeit erzeugen, sollten jedoch nicht als Garantie für den eigenen Erfolg verstanden werden.
Wer sich für ein entsprechendes Angebot interessiert, sollte sich nicht ausschließlich von hohen Einkommensversprechen leiten lassen, sondern genau prüfen, welches Geschäftsmodell vermittelt wird, welcher tatsächliche Aufwand erforderlich ist und ob die beworbenen Ergebnisse nachvollziehbar belegt werden. Ein realistischer Blick auf Chancen und Risiken hilft dabei, eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen.
ÜBER DEN AUTOR

Sascha Hönisch
Sascha ist Blogger und Experte für das Thema "Online Geld verdienen durch "Cloudselling". Auf diesem Blog gibt er dir seine Erfahrungen und wichtigsten Learnings mit auf den Weg! Hier erfährst du, wie auch du mit digitalen Produkten online Geld verdienen kannst.