Das Internet bietet heute zahlreiche Möglichkeiten, online ein eigenes Einkommen aufzubauen durch digitales Marketing. Eine besonders interessante Möglichkeit ist der Verkauf digitaler Produkte. Plattformen wie Digistore24 ermöglichen es, digitale Produkte zu verkaufen und gleichzeitig Zahlungsabwicklung, Bestellprozesse und Affiliate-Marketing zu nutzen.
Dabei gibt es zwei besonders wichtige Wege:
Du entwickelst und verkaufst dein eigenes digitales Produkt.
Du bewirbst die Produkte anderer Anbieter als Affiliate und erhältst eine Provision.
Beide Modelle haben Vorteile und Nachteile. In diesem Beitrag zeigen wir, wie die beiden Möglichkeiten funktionieren und was beispielsweise mit einem Produkt für 99 € pro Monat theoretisch verdient werden kann.
Digistore 24 ist eine Plattform für den Verkauf digitaler Produkte und Online-Angebote. Anbieter können dort beispielsweise Onlinekurse, E-Books, Coachings, Software, Mitgliedschaften und andere digitale Produkte verkaufen.
Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass viele organisatorische Prozesse über die Plattform abgewickelt werden können. Dazu gehören unter anderem:
Bestellabwicklung
Zahlungsabwicklung
digitale Produkte
Abonnements
Affiliate-Tracking
Verkaufsseiten und Bestellprozesse
Provisionsabrechnungen
Dadurch können Anbieter ihre Produkte verkaufen, ohne für jeden einzelnen Prozess ein komplett eigenes System entwickeln zu müssen.
Gleichzeitig können Affiliates Produkte anderer Anbieter bewerben und erhalten eine Provision, wenn über ihren persönlichen Affiliate-Link ein Verkauf zustande kommt.
Der erste Weg besteht darin, ein eigenes digitales Produkt zu erstellen.
Das kann beispielsweise sein:
ein Onlinekurs
ein E-Book
ein Videokurs
ein Coaching-Programm
eine Mitgliederplattform
Vorlagen und Templates
Software
digitale Tools
Checklisten und Arbeitsmaterialien
ein monatliches Abonnement
Der große Vorteil eines eigenen Produkts besteht darin, dass du nicht nur einzelne Verkäufe generierst, sondern ein eigenes digitales Geschäftsmodell aufbauen kannst.
Nehmen wir an, du entwickelst ein digitales Produkt und verkaufst es als monatliches Abonnement für 99 €.
Dann ergibt sich folgende einfache Rechnung:
|
Kunden |
Monatlicher Umsatz |
|---|---|
|
1 Kunde |
99 € |
|
10 Kunden |
990 € |
|
50 Kunden |
4.950 € |
|
100 Kunden |
9.900 € |
|
500 Kunden |
49.500 € |
Diese Zahlen zeigen das Umsatzpotenzial eines Abomodells.
Wichtig ist allerdings: Umsatz ist nicht gleich Gewinn.
Vom Umsatz können unter anderem noch Kosten abgezogen werden, beispielsweise:
Plattformgebühren
Zahlungsgebühren
Werbekosten
Kosten für Software
Mitarbeiter oder Freelancer
Rückerstattungen
Steuern
sonstige Betriebskosten
Der tatsächliche Gewinn hängt deshalb stark von den individuellen Kosten ab.
Ein einmaliger Verkauf bringt normalerweise einmal Umsatz.
Ein Abonnement kann dagegen wiederkehrende Einnahmen generieren.
Angenommen, du hast 100 Kunden, die jeden Monat 99 € bezahlen:
100 × 99 € = 9.900 € monatlicher Umsatz
Bleiben diese Kunden durchschnittlich sechs Monate aktiv, ergibt sich:
100 × 99 € × 6 Monate = 59.400 € Umsatz
Das bedeutet nicht, dass du automatisch 59.400 € Gewinn machst. Es zeigt jedoch, warum wiederkehrende Einnahmen für digitale Geschäftsmodelle interessant sein können.
Der entscheidende Faktor ist dabei nicht nur, wie viele neue Kunden du gewinnst, sondern auch, wie lange deine Kunden bleiben.
Diese Kennzahl wird häufig als Kundenbindung oder „Retention“ bezeichnet.
Ein Produkt, das jeden Monat neue Kunden verliert, muss ständig neue Kunden gewinnen. Ein Produkt, das einen hohen Mehrwert bietet und Kunden langfristig bindet, kann dagegen stabilere Einnahmen aufbauen.
Stell dir beispielsweise ein digitales Produkt für eine bestimmte Zielgruppe vor.
Mögliche Beispiele:
Ein monatliches Programm könnte beispielsweise enthalten:
neue Videolektionen
wöchentliche Workshops
Vorlagen
Checklisten
Community-Zugang
regelmäßige Live-Fragerunden
Preis:
99 € pro Monat
Bei 100 aktiven Mitgliedern:
100 × 99 € = 9.900 € monatlicher Umsatz
Bei 500 Mitgliedern:
500 × 99 € = 49.500 € monatlicher Umsatz
Die Herausforderung besteht natürlich darin, ein Produkt zu entwickeln, für das Kunden tatsächlich dauerhaft bezahlen möchten.
Ein hoher Preis allein reicht nicht aus. Entscheidend ist der wahrgenommene Nutzen.
Die zentrale Frage lautet:
Welches konkrete Problem löst mein Produkt für meine Kunden?
Je größer und relevanter das Problem, desto größer kann die Zahlungsbereitschaft sein.
Die zweite Möglichkeit besteht darin, als Affiliate zu arbeiten.
Als Affiliate erstellst du kein eigenes Produkt. Stattdessen suchst du dir ein passendes Produkt eines anderen Anbieters aus und bewirbst es.
Wenn eine Person über deinen persönlichen Affiliate-Link kauft, erhältst du eine Provision.
Das Prinzip ist einfach:
Anbieter erstellt Produkt → Affiliate bringt Besucher und Kunden → Affiliate erhält Provision.
Das kann besonders für Anfänger interessant sein, weil du nicht zuerst monatelang ein eigenes Produkt entwickeln musst.
Du kannst dich auf Marketing und Reichweitenaufbau konzentrieren.
Nehmen wir an, ein Produkt kostet 99 € und bietet eine Affiliate-Provision von 50 %.
Die Rechnung wäre dann:
99 € × 50 % = 49,50 € Provision pro Verkauf
Bei verschiedenen Verkaufszahlen könnte das beispielsweise so aussehen:
|
Verkäufe |
Provision pro Verkauf |
Einnahmen |
|---|---|---|
|
1 |
49,50 € |
49,50 € |
|
10 |
49,50 € |
495 € |
|
50 |
49,50 € |
2.475 € |
|
100 |
49,50 € |
4.950 € |
Diese Rechnung ist natürlich ein vereinfachtes Beispiel. Die tatsächliche Auszahlung hängt von den Bedingungen des jeweiligen Partnerprogramms ab.
Besonders interessant können Affiliate-Produkte sein, die auf einem Abonnementmodell basieren.
Angenommen, ein Kunde zahlt monatlich 99 € und das Partnerprogramm sieht eine wiederkehrende Provision vor.
Wenn du beispielsweise eine Provision von 50 % erhältst, wären das:
49,50 € pro Kunde und Monat
Bei 10 aktiven Kunden:
10 × 49,50 € = 495 € pro Monat
Bei 100 aktiven Kunden:
100 × 49,50 € = 4.950 € pro Monat
Auch hier gilt: Die konkreten Bedingungen hängen immer vom jeweiligen Partnerprogramm ab. Nicht jedes Produkt bietet automatisch wiederkehrende Provisionen.
Ein Affiliate-Link allein führt normalerweise nicht automatisch zu Einnahmen.
Die entscheidende Frage lautet:
Wie gelangen potenzielle Kunden zu deinem Affiliate-Link?
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Du kannst Videos erstellen, die ein Problem deiner Zielgruppe lösen.
Beispiele:
Tutorials
Produktvergleiche
Erfahrungsberichte
Schritt-für-Schritt-Anleitungen
Anleitungen für Anfänger
Am Ende des Videos kannst du auf ein passendes Produkt verweisen.
Kurze Videos können große Reichweiten erzielen.
Mögliche Inhalte:
Tipps
Fehler, die Anfänger machen
kurze Anleitungen
Fallbeispiele
Mythen
persönliche Erfahrungen
Die Inhalte sollten möglichst ein konkretes Problem der Zielgruppe ansprechen.
Ein Blog kann langfristig Besucher über Suchmaschinen gewinnen.
Beispielsweise könnte ein Artikel auf Suchbegriffe ausgerichtet sein wie:
Wie erstelle ich einen Onlinekurs?
Wie kann ich digitale Produkte verkaufen?
Welche Online-Business-Modelle gibt es?
Wie funktioniert Affiliate-Marketing?
Ein Blogartikel kann dann passende Produkte oder Lösungen empfehlen.
Der Vorteil:
Ein guter Artikel kann auch Monate oder Jahre nach der Veröffentlichung noch Besucher erreichen.
Eine E-Mail-Liste kann langfristig besonders wertvoll sein.
Statt jeden Besucher nur einmal zu erreichen, kannst du Interessenten regelmäßig mit hilfreichen Inhalten erreichen.
Ein möglicher Ablauf wäre:
Eine Person findet deinen kostenlosen Inhalt.
Sie erhält beispielsweise ein kostenloses E-Book oder eine Checkliste.
Sie trägt sich in deine E-Mail-Liste ein.
Du versendest hilfreiche Informationen.
Du empfiehlst passende Produkte.
Dabei sollte der Schwerpunkt immer auf dem Nutzen für den Leser liegen.
Beide Modelle haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.
höhere Kontrolle
eigene Marke
eigenes Kundenverhältnis
größere Gewinnmöglichkeit pro Verkauf
Möglichkeit für wiederkehrende Einnahmen
langfristiger Aufbau eines eigenen Unternehmens
Produktentwicklung notwendig
mehr Verantwortung
Kundenservice
Marketing
technische Aufgaben
höherer Zeitaufwand
kein eigenes Produkt notwendig
schneller Start möglich
kein eigener Kundenservice für das Produkt
große Auswahl an Produkten
Fokus auf Marketing und Reichweite
du bist von den Anbietern abhängig
Provisionen können sich ändern
das Partnerprogramm kann beendet werden
du besitzt das Produkt nicht selbst
du hast weniger Kontrolle über das Angebot
Für viele Menschen kann eine Kombination interessant sein.
Ein möglicher Weg könnte so aussehen:
Zuerst beschäftigst du dich mit einer bestimmten Zielgruppe.
Beispiele:
Fitness
Online-Business
Produktivität
Fotografie
Persönlichkeitsentwicklung
Karriere
Software
Finanzen
Wichtig ist, nicht einfach alles gleichzeitig anzusprechen.
Eine klar definierte Zielgruppe macht Marketing oft einfacher.
Danach baust du Reichweite auf.
Das kann beispielsweise über folgende Kanäle geschehen:
YouTube
TikTok
Blog
Newsletter
Podcast
Ziel ist es, regelmäßig hilfreiche Inhalte zu veröffentlichen.
Wenn du eine Zielgruppe aufgebaut hast, kannst du passende Produkte empfehlen.
Dabei sollte das Produkt wirklich zum Problem der Zielgruppe passen.
Ein häufiger Fehler besteht darin, einfach irgendein Produkt mit hoher Provision zu bewerben.
Langfristig ist Vertrauen jedoch häufig wichtiger als eine kurzfristig hohe Provision.
Wenn du deine Zielgruppe besser kennst, kannst du ein eigenes Produkt entwickeln.
Der Vorteil:
Du weißt bereits:
Welche Fragen deine Zielgruppe stellt.
Welche Probleme immer wieder auftauchen.
Wofür Menschen bereit sind zu bezahlen.
Welche Lösungen bisher fehlen.
Diese Informationen können bei der Entwicklung eines eigenen Produkts sehr wertvoll sein.
Schauen wir uns verschiedene Szenarien an.
Preis:
99 € pro Monat
|
Kunden |
Monatsumsatz |
|---|---|
|
10 |
990 € |
|
50 |
4.950 € |
|
100 |
9.900 € |
|
500 |
49.500 € |
|
1.000 |
99.000 € |
Provision:
49,50 € pro Verkauf
|
Verkäufe |
Einnahmen |
|---|---|
|
10 |
495 € |
|
50 |
2.475 € |
|
100 |
4.950 € |
|
500 |
24.750 € |
|
1.000 |
49.500 € |
Diese Zahlen zeigen, dass nicht unbedingt Millionen von Menschen notwendig sind.
Ein kleines, aber gut passendes Publikum kann bereits interessant sein.
Entscheidend ist die Kombination aus:
Reichweite
Vertrauen
Produktqualität
Conversion-Rate
Preis
Provision
Kundenbindung
Ein Produkt für 99 € verkauft sich nicht automatisch nur deshalb, weil es 99 € kostet.
Die entscheidende Frage ist:
Welchen Wert erhält der Kunde für seine 99 €?
Ein Kunde kann bereit sein, 99 € monatlich zu bezahlen, wenn das Produkt beispielsweise:
Zeit spart
ein konkretes Problem löst
Wissen vermittelt
Umsatz ermöglicht
Kosten reduziert
Zugang zu Experten bietet
eine Community bereitstellt
regelmäßige neue Inhalte liefert
Ein günstigeres Produkt kann dagegen schwerer zu verkaufen sein, wenn der Nutzen nicht klar erkennbar ist.
Deshalb sollte jedes digitale Produkt eine klare Antwort auf drei Fragen geben:
Je genauer die Zielgruppe definiert ist, desto besser.
Ein Produkt sollte möglichst ein konkretes Problem adressieren.
Hier geht es um den konkreten Unterschied zu kostenlosen Informationen oder konkurrierenden Angeboten.
Viele Anfänger wollen gleichzeitig über Fitness, Geld, Reisen, Technik und Persönlichkeitsentwicklung sprechen.
Dadurch wird es schwierig, eine klare Zielgruppe aufzubauen.
Ein klarer Fokus kann am Anfang hilfreicher sein.
Eine hohe Provision bedeutet nicht automatisch, dass sich ein Produkt gut verkauft.
Wichtig sind auch:
Produktqualität
Nachfrage
Zielgruppe
Verkaufsseite
Vertrauen
Preis-Leistungs-Verhältnis
Wer ausschließlich Affiliate-Links postet, wirkt schnell wie Werbung.
Besser ist eine Kombination aus:
hilfreichen Inhalten
Problemlösungen
Erfahrungswerten
Vergleichen
Tutorials
Empfehlungen
Online-Einkommen entsteht normalerweise nicht über Nacht.
Ein nachhaltiger Aufbau braucht häufig:
Zeit
Lernbereitschaft
regelmäßige Inhalte
Tests
Analyse
Geduld
Die oben genannten Umsatzbeispiele sind Rechenbeispiele und keine Garantie für bestimmte Einnahmen.
Mit Digistore24 können grundsätzlich zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle interessant sein.
Du bewirbst Produkte anderer Anbieter und erhältst eine Provision.
Dieser Weg kann besonders interessant sein, wenn du:
noch kein eigenes Produkt hast
schnell mit Marketing beginnen möchtest
eine Zielgruppe aufbauen willst
Erfahrungen im Online-Marketing sammeln möchtest
Du entwickelst dein eigenes Angebot und verkaufst es direkt.
Dieser Weg kann langfristig mehr Kontrolle und größere Möglichkeiten bieten.
Ein Produkt für 99 € monatlich kann bei 100 Kunden beispielsweise 9.900 € Monatsumsatz erzielen. Bei einem Affiliate-Modell mit 50 % Provision könnten 100 Verkäufe beispielsweise 4.950 € Provision ergeben.
Die entscheidende Grundlage ist jedoch nicht allein der Preis.
Der langfristige Erfolg hängt vor allem davon ab, ob du:
ein echtes Problem löst,
eine passende Zielgruppe erreichst,
Vertrauen aufbaust,
ein gutes Produkt anbietest und
dauerhaft Kunden gewinnen und halten kannst.
Wer langfristig denkt, kann zunächst als Affiliate Erfahrungen sammeln und später ein eigenes digitales Produkt entwickeln. So entsteht Schritt für Schritt ein eigenes digitales Geschäftsmodell.
Der wichtigste Grundsatz lautet: Nicht einfach irgendein Produkt verkaufen, sondern eine konkrete Lösung für ein konkretes Problem anbieten.